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Mit blutigen Rosen


Mit blutigen Rosen

Und wachsbleichen Nelken

Durchwinde dein Haar.

Und löse die Flechten...

Düfte verathmende,

Wirre Strähne

Mögen über deine

Üppig-starren,

Bronce-braunen Brüste

Niederhangen, Schleifen

Schwarzblau,

Düster,

Wie blitzgesättigte

Wetterwolken.

Und deine Lippen,

Deine blumenkühlen,

Mögen in ewigen,

Zärtlichen,

Halbgehauchten Küssen

Mein Antlitz streifen.

Dann, nur dann

Wird sie entweichen,

Jene herzumschnürende,

Tödtliche Lebensangst,

Und fern und ferner wird

Mit schlürfenden Schritten

Der Wahnsinn schleichen...

Komm′ zu mir,

Bleibe bei mir,

Immer,

Immer...



(* 29.05.1870, † 26.10.1928)




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