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Hermance


Durch ihren Leib, den zarten, blutlos-bleichen,

Dämonen der Verwüstung lautlos schleichen.

 

Aus ihrem Aug′, dem fieberhellen, blauen,

Der hastig heißen Wollust Gierden schauen.

 

Und ihre Hände, die so zärtlich kosen,

Sie duften süß und krank wie Tuberosen.

 

Und ihre Lippen, weiß und blumenkühl,

Sie küssen mir die meinen dürr und schwül.

 

Und scheu durch jeden Kuss die Frage bebt,

Ob ihr der nächsten Stunde Glück noch lebt.

 

Mir ist, als wäre sie für eine Nacht

Vom Tod erwacht.



(* 29.05.1870, † 26.10.1928)




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