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Zur Silber-Hochzeit


Nehmt hin, Ihr Theuren, diesen Myrthenkranz!

Der Alte, der vor fünfundzwanzig Jahren

Die Braut geschmückt, strahlt nun in Silber-Glanz.

Und was will diese Wandlung offenbaren?

Nur Traum und Wahn verblühen mit der Zeit,

Nur flücht′ge Neigung welkt gleich grünem Laube,

Doch wahre Liebe währt in Ewigkeit,

Und zu den Sternen dringt sie aus dem Staube.

Nichts ist zu wünschen Euch und Eurem Glück,

Nur dauernd soll der Himmel es Euch wahren:

Dann schaut Ihr froh auf diesen Tag zurück

Im goldnen Kranz nach fünfundzwanzig Jahren!



(* 09.02.1834, † 03.01.1912)




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