Nach oben

Meine Nächte sind heiser zerschrien...


Meine Nächte sind heiser zerschrien.

Eine Wunde, die riß. Ein Mund

zerschneidet gläsernes Weh.

Zum Fenster flackerte ein Schrei herein

voll Sommer, Laub und Herz.

Ein Weinen kam. Und starke Adern drohten.

Ein Gram schwebt immer über unsern Nächten.

Wir zerren an den Decken

und rufen Schlaf. Ein Strom von Blut wellt auf.

Und spült uns hoch, wenn spät der Morgen grünt.

 



(* 06.01.1890, † 26.09.1914)




Bewertung:
5/5 bei 1 Stimmen

Kommentare

Mit dem Eintragen Ihres Kommentars erklären Sie sich mit der Speicherung und Verarbeitung Ihrer angegebenen Daten gemäß unserer Datenschutzerklärung einverstanden.
  • Noch kein Kommetar vorhanden!