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Schwerer Abend


Die Tore aller Himmel stehen hoch dem Dunkel offen,

Das lautlos einströmt, wie in bodenlosen Trichter

Land niederreißend. Schatten treten dichter

Aus lockren Poren nachtgefüllter Schollen.

Die Pappeln, die noch kaum von Sonne troffen,

Sind stumpf wie schwarze Kreuzesstämme übers Land geschlagen.

Die Acker wachsen grau und drohend – Ebenen trüber Schlacke.

Nacht wirbelt aus den Wolkengruben, über die die Stöße rollen

Schon kühler Winde, und im dämmrigen Gezacke

Hellgrüner Weidenbüschel, drin es rastend sich und röchelnd eingeschlagen,

Verglast das letzte Licht.



(* 11.08.1883, † 30.10.1914)




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