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An die Schönheit


So sind wir deinen Wundern nachgegangen

wie Kinder die vom Sonnenleuchten trunken

ein Lächeln um den Mund voll süßem Bangen

und ganz im Strudel goldnen Lichts versunken

aus dämmergrauen Abendtoren liefen.

Fern ist im Rauch die große Stadt ertrunken

 

kühl schauernd steigt die Nacht aus braunen Tiefen.

Nun legen zitternd sie die heißen Wangen

an feuchte Blätter, die von Dunkel triefen

 

und ihre Hände tasten voll Verlangen

auf zu dem letzten Sommertagsgefunkel

das hinter roten Wäldern hingegangen -

 

ihr leises Weinen schwimmt und stirbt im Dunkel.



(* 11.08.1883, † 30.10.1914)




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