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Frühling im Alter


Singen die Vöglein im grünen Wald,

Klingen die Bächlein bergunter,

Lockt es den Alten mit Lustgewalt,

Klopfet das Herz ihm so munter:

Denket der Wonnen verschienener Lenze,

Denket der Kränze und denket der Tänze,

Fallen auch Tränen herunter.

 

Singet und klinget! das Heute ist mein,

Heut will ich singen und klingen

Lustig mit spielenden Kindern feldein,

Fröhlich mit fröhlichen Dingen,

Will mir bekränzen die Locken, die greisen:

Bald muß ich hinnen und wandern und reisen,

Wo mir die Vögel nicht singen.



(* 26.12.1769, † 29.01.1860)




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