Nach oben

Liebesweh


Zähre rieselt mir um Zähre

in des Betts zerwühltes Laken.

Bange Angstgedanken haken

sich in meiner Seele Schwere.

Schmerzgekrümmt sind meine Beine;

traurig triefend hängt der Bart

von den Tränen, die ich weine -

und die Nase trieft apart...

Ach, es ist der Traum der Liebe,

den ich durch die Seele siebe.

Ach, es ist der Liebe Weh,

die mich zwickt vom Kopf zum Zeh. -

Armes Herz! Die Träume wittern

fernen Trost. Ich spann′ die Ohren -

und durch meiner Seele Zittern,

fernherflüsternd, traumverloren,

murmelt ein geliebter Mund:

Schlapper Hund!



(* 06.04.1878, † 10.07.1934)




Bewertung:
0/5 bei 0 Stimmen

Kommentare

  • Noch kein Kommetar vorhanden!