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Folg mir in mein Domizil


Folg mir in mein Domizil,

liebes Kind, und frag nicht viel.

Wirst schon alles lernen,

wirst schon alles sehn,

liest nicht in den Sternen,

was dir heut noch alles kann für Heil geschehn.

 

Stehst herum in Nacht und Wind.

Komm! Bei mir ist′s warm, mein Kind.

Geb dir einen Taler,

koch dir ein Glas Tee.

Einen Emmentaler

essen wir selbander auf dem Kanapee.

 

Bleibst bei mir bis früh am Tag.

Geht dann jeder, wo er mag.

Ich zum Redaktöre,

du, wohin dich′s treib.

Morgen küßt, ich schwöre,

dich mein guter Nachbar, mich des Nachbars Weib.



(* 06.04.1878, † 10.07.1934)




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