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Von einem Hanen


Zu Sternbach ein reicher man/

der hatt ein hof/ da war ein han/

Der gieng umbher/ und scharr im mist/

wie dann der huner gewonheit ist.

Da fand er etwas/ das war klein/

das selbig war ein Edelgstein.

Was find ich da so glitzericht?

sprach er/ es nutzt mir eben nicht.

Wehr irn ein reicher kauffman hie/

er war so hoch erfrewet nie/

Der wust wol/ was er mit thun sölt/

und das es ihm vle geldes gölt/

Ich weiss nit/ was ich mit soll thun/

weiss nit mehr dann ein ander hun.

Drumb wehr es noch so hubsch und schon

so gibt mirs doch geringen lohn/

Und fünd ich tausend edelgstein/

ich acht sie allzumal gar klein.

Fund ich darü uff diessem mist

ein gersten korn/ mir lieber ist.



(* 00.00.1500, † 05.05.1553)




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