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Daran kranket die Zeit


Daran kranket die Zeit, daß sie stets mit kleinlichen Mitteln

Spielt und versucht und dabei Großes zu schaffen vermeint.

Niemand wagt den geradesten Weg; man fügt sich dem Weltlauf,

Da sich der Weltlauf doch stets dem Gewaltigen fügt.

Freilich beschränkterer Sinn bebt scheu vor stürmischer Meerfahrt,

Weil er im Wetter sich nicht kräftig zu steuern getraut;

Aber dem Genius schenkte der Gott zur Schwester die Kühnheit,

Und durch Klippen und Sturm führt er zum Hafen das Schiff.

Nicht in den Abgrund späht er mit Angst; er erhebt zu den Sternen

Mutig das Haupt. Noch nie haben die Sterne getäuscht.



(* 17.10.1815, † 06.04.1884)




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