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An eine im Paradiese


Du warst mir, was zum Bilde

Die Seele früh erkor:

Ein Eiland, wo die wilde

Unrast sich sanft verlor,

Ein Schrein, und davor milde

Ein Weiheblumenflor.

 

O trügendes Geschick!

O Sternentraum! hienieden

Verweht im Augenblick.

»Hinan,hinan«! die Zukunft ruft;

Doch kreist noch ohne Frieden

Um das Vergangne (dunkle Kluft)

Mein Geist wie abgeschieden.

 

Denn um mich, weh, ach weh,

Ist Nacht, wo ich auch bin,

Es raunt die dumpfe See

Ans Ufer dunklen Sinn:

»Dahin - dahin - dahin!«

 

Und tags in wachen Träumen,

Und wenn die Nacht entsinkt,

Wo deine Stapfen säumen,

Wo noch dein Auge blinkt -

In welchen seligen Räumen!

Bei Tänzen, wie beschwingt!



(* 19.01.1809, † 07.10.1849)




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