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Tod in Ähren


Im Weizenfeld, in Korn und Mohn,

Liegt ein Soldat, unaufgefunden,

Zwei Tage schon, zwei Nächte schon,

Mit schweren Wunden, unverbunden.

 

Durstüberquält und fieberwild,

Im Todeskampf den Kopf erhoben.

Ein letzter Traum, ein letztes Bild;

Sein brechend Auge schlägt nach oben.

 

Die Sense sirrt im Ährenfeld,

Er sieht sein Dorf im Arbeitsfrieden,

Ade, Ade, du Heimatwelt --

Und beugt das Haupt und ist verschieden.



(* 03.06.1844, † 22.07.1909)




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Kommentare

  • Gravatar von Reiner Braukmann
    Reiner Braukmann | reiner.braukmann@gmx.de
    vor 10 Monaten

    Es ist ein sehr emitionales Gedicht, daß mir sehr gut gefällt. Es ist eines meiner Lieblingsgedichte.