Astern blühen schon im Garten;

Schwächer trifft der Sonnenpfeil

Blumen die den Tod erwarten

Durch des Frostes Henkerbeil.

 

Brauner dunkelt längst die Haide,

Blätter zittern durch die Luft.

Und es liegen Wald und Weide

Unbewegt im blauen Duft.

 

Pfirsich an der Gartenmauer,

Kranich auf der Winterflucht.

Herbstes Freuden, Herbstes Trauer,

Welke Rosen, reife Frucht.


Der Text des Gedichts "Herbst" stammt von (* 1844-06-03, † 1909-07-22).




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