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Er klaget wegen der bösen Kriegszeit


...und bittet umb des Krieges Abwendung

 

Ach / wo will die Welt hinaus!

Dieses schnöde Buben-Haus /

Das dem Laster Leben

Auff den Grund ergeben!

Sieht man doch

Jmmer noch /

Sich mit starcken Zügen

Alle Welt bekriegen.

 

Ist denn aus der Höllen Schooß /

Alle Schaar der Teuffel loß /

Die bey uns auff Erden

Wollen Bürger werden?

Sieht man doch /

Daß annoch

Sind mit Krieg und Streiten

Eine Pest der Zeiten.

 

Ist ein Winckel in der Welt /

Den man frey von Kriegen hält?

Schlagen nicht die Flammen

Uberall zusammen?

Menschen / Vieh

Fressen sie /

Was sie nicht berücken /

Muß von Rauch′ ersticken.

 

Alles liegt bey Krieges-Zeit /

Kunst / Zucht / Recht und Redligkeit /

Alle gute Sitten /

Werden überschritten /

Raub und Brand /

Stürtzt das Land /

Edle / Bauren / Bürger /

Laster / Seuchen / Würger.

 

Kein Gesetze wird erhört /

Alles Gute wird verkehrt /

Hier seyn lauter Hencker /

Leib- und Seelen-Kräncker /

Denen Gott

Selbst ein Spott /

Leben / Haus und Stelle

Wird uns hier zur Hölle.

 

Komm / o Friedens-Geist / herein /

Tilge mit des Jahres-Schein′ /

Allen Höllen-Nebel /

Brich den Mörder-Sebel /

Gott steh′ auff /

Daß dein Hauff′

Hier nicht gantz erliege /

So greiff du zum Kriege!



(* 06.02.1639, † 30.07.1691)




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