Zwei Hände, die so weiß, so weiß

als wie ein schlohweiß Laken,

vereinten sich im vierten Kreis,

während sie sonst gewohnterweis

in zwei verschiednen Taschen staken.

 

Sie zitterten, jedoch nur leis,

als ob sie vor sich selbst erschraken,

sie fühlten sich auf fremdem Gleis,

und dennoch taten sie mit Fleiß

sich ineinander haken.

 

(aus "Galgenlieder")


Der Text des Gedichts "Eine Stimmung aus dem vierten Kreis" stammt von (* 1871-05-06, † 1914-03-31).




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