Auf braunen Sammetschuhen geht

der Abend durch das müde Land,

sein weiter Mantel wallt und weht,

und Schlummer fällt von seiner Hand.

 

Mit stiller Fackel steckt er nun

der Sterne treue Kerzen an.

Sei ruhig, Herz! Das Dunkel kann

dir nun kein Leid mehr tun.


Das Gedicht "Der Abend" stammt von (* 1871-05-06, † 1914-03-31).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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