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Berlin


Ich liebe dich bei Nebel und bei Nacht,

wenn deine Linien ineinander schwimmen, -

zumal bei Nacht, wenn deine Fenster glimmen

und Menschheit dein Gestein lebendig macht.

 

Was wüst am Tag, wird rätselvoll im Dunkel;

wie Seelenburgen stehn sie mystisch da,

die Häuserreihn, mit ihrem Lichtgefunkel;

und Einheit ahnt, wer sonst nur Vielheit sah.

 

Der letzte Glanz erlischt in blinden Scheiben;

in seine Schachteln liegt ein Spiel geräumt;

gebändigt ruht ein ungestümes Treiben,

und heilig wird, was so voll Schicksal träumt.



(* 06.05.1871, † 31.03.1914)




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3/5 bei 124 Stimmen

Kommentare

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  • Gravatar von Karl
    Karl | bartoeus@otpku.com
    vor einem Monat

    Ein sehr langweiliges Gedicht für die Schule