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Das Kinderspiel


Wir Kinder, wir schmecken

Der Freuden recht viel,

Wir schäkern und necken,

Versteht sich im Spiel;

Wir lärmen und singen

Und rennen rundum,

Und hüpfen und springen

Im Grase herum.

 

Ei, seht doch, ihr Brüder,

Den Schmetterling da!

Wer wirft ihn uns nieder?

Doch schonet ihn ja!

Dort flattert noch einer,

Der ist wohl sein Freund,

O schlag′ ihn ja keiner,

Weil jener sonst weint.

 

Wird dort nicht gesungen?

Wie herrlich das klingt!

Vortrefflich, ihr Jungen,

die Nachtigall singt.

Dort sitzt sie, dort oben

Im Apfelbaum, dort;

Wir wollen sie loben,

So fährt sie wohl fort.

 

Laßt Kränzchen uns winden,

Viel Blumen sind hier.

Wer Veilchen wird finden,

Empfängt was dafür.

Ein Mäulchen zur Gabe

Gibt Mutter, wohl zwei.

Juchheisa! Ich habe,

Ich hab′ eins, juchhei!

 

Ach, geht sie schon unter,

Die Sonne, so früh?

Wir sind ja noch munter,

Ach, Sonne verzieh′!

Nun morgen, ihr Brüder,

Schlaft wohl, gute Nacht!

Ja, morgen wird wieder

Gespielt und gelacht.



(* 21.08.1755, † 09.03.1821)




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