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Begräbnis eines verfemten Dichters


Wenn sich dumpf der Abend senkt

Wird den Dichterleib, den starren,

Einst ein Mann, der christlich denkt,

Hinter altem Schutt verscharren.

 

Keusche Sterne schliessen sacht

Ihre Augen schlafbezwungen,

Spinne dort ihr Netzlein macht,

Und die Viper ihre Jungen.

 

Nächtlich hörst zum Zeitvertreibe

Über dem verfemten Leibe

Du der wilden Wölfe Schrei′n

 

Und der Hexen tolle Weisen,

Schlüpfrig Scherzen mit den Greisen,

Schwarzer Schelme Gaunerein.



(* 09.04.1821, † 31.08.1867)




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