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So drängt und treibt sich alles vorüber


So drängt und treibt sich alles vorüber ...

unmerklich kommt es und verblinkt,

Welle auf Welle hebt sich und sinkt,

was trüb, wird hell, was hell war, trüber.

Du selber trittst dir als Fremder entgegen,

und was dir hochheilig einst schien und groß,

du frägst dich und lächelst und spottest fast drüber:

wie war es nur möglich! wie konnte man bloß!

wie konnte man zweifeln dabei und zögern,

es lag doch so einfach, so glatt und so klar,

wie konnte man sich darüber erregen,

da alles doch selbstverständlich war!

 

Schon aber drängt auch das vorüber ...

du merkst kaum, wie es versinkt und verrinnt,

wie es leise zu anderem übergaukelt,

wie schon eine neue Welle beginnt

und dich auf ihre Höhe schaukelt!



(* 12.05.1864, † 16.10.1920)




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