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Schlaf’, müde Seele


Schlaf’, müde Seele,

daß nichts dich mehr quäle!

schlaf und vergiß

deines Tagewerks Last!

schlaf und vergiß,

wie viel du auch heute

an Lieb und Freude verloren hast,

wie viel es wieder dir

Rosen zerriß ...

schlaf, müde Seele,

schlaf und vergiß!

 

Was dir zerrann

an Glauben und Glück,

in seligem Traum

träum es zurück! ...

Ob die Welt dich auch verdamme,

deiner Sehnsucht heilige Flamme

zwingt die Nacht, durch die du wanderst,

zwingt die Furcht, die dich umdroht,

lodert auf zu frühlingslichtem

ostergoldenem Morgenrot!



(* 12.05.1864, † 16.10.1920)




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