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Hier am äussersten Rande des Lebensmeeres


Hier am äussersten Rande des Lebensmeeres

Lern′ ich zu spät erkennen, o Welt, den Inhalt

Deiner Freuden, wie du den Frieden, den du

Nicht zu gewähren vermagst, versprichst und jene

Ruhe des Daseins, die schon vor der Geburt stirbt.

Angstvoll blick′ ich zurück, nun da der Himmel

Meinen Tagen ein Ziel setzt: unaufhörlich

Hab′ ich vor Augen den alten, süssen Irrtum,

Der dem, den er erfasst, die Seele vernichtet.

Nun beweis′ ich es selber: den erwartet

Droben das glücklichste Los, der von der Geburt ab

Sich auf dem kürzesten Pfad zum Tode wandte.



(* 06.03.1475, † 18.02.1564)




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