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Der frühe Tag


Tag mit deinen kalten Blicken,

Wie so frühe bist du da!

Meinen Traum hast du vertrieben,

Ach den lieben

Traum, darin ich Liebchen sah.

 

Grämlich bleich wie eine Greisin

Blickt in mein Gemach die Welt.

Weib, du wirst mit öden Händen

Nimmer spenden,

Was der Traum mir lieb gesellt.

 

Schließe, Tag, dein kaltes Auge,

Schleich ein Weilchen noch zurück!

Träume, laßt mein Lieb, mein Leben

Mich umschweben!

Hab ich doch kein ander Glück.



(* 06.02.1860, † 31.08.1928)




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