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Nichts kommt in des Lebens Reiche


Nichts kommt in des Lebens Reiche

Nahe jener Lust,

Die mich faßt, schmieg′ ich die bleiche

Stirn an deine Brust!

Die mein Innerstes erschüttert,

Wenn dein Blick mich grüßt,

Todesselig mich durchzittert,

Wenn dein Mund mich küßt! -

 

Wie sie magisch mich umweben,

Blick und Hauch und Wort!

Ja! du küssest mir das Leben

Von der Lippe fort!

Du zerbrichst des Körpers Schranke,

Daß die Seele, frei,

Nichts mehr als nur ein Gedanke

Reinster Liebe sei!



(* 30.12.1814, † 05.07.1894)




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