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Den Poesieverächtern


Ihr scheucht die Poesie

Von eu′rem Herde,

Und ahnet nicht, daß sie

Das Salz der Erde!

Daß Nebel nur und Rauch,

Was ihr beginnet,

Wenn′s nicht durch ihren Hauch

Bestand gewinnet!

 

Kein Traumbild, fremd und fern,

Entrückt dem Streben,

Sie ist der tiefste Kern

Von allem Leben!

Der Kern, deß Gluth und Licht

Es froh durchflammen!

Zermorschet er, dann bricht

Das Sein zusammen.



(* 30.12.1814, † 05.07.1894)




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