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Eros


Im Bett der Rose lag er eingeschlossen,

Im Wechselschimmer ihrer zarten Seiten,

Die taugebrochnen Strahlen schmeichelnd gleiten

Hinein zu ihm, von Geisterhauch umflossen.

 

Mich dünkt, in Schlummer waren hingegossen

Die reinen Glieder, durch des Dufts Verbreiten

Und durch der Biene Summen, die zuzeiten

Vorüberstreift an zitternden Geschossen.

 

Doch da beginnt mit einemmal zu schwellen

Der Blume Kelch! Ins Freie nun gehoben,

Erkenn ich ihn im Tagesglanz, dem hellen.

 

Es ist mein Auge vor ihm zugesunken,

Der mich so seltsam mit dem Blick umwoben,

In seinem Lichte lieg ich traume-trunken.



(* 04.04.1785, † 20.01.1859)




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