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Das Abendrot am Strand


Das Abendrot am Strand hinzieht,

Ergibt den Wellen sich mit Lust,

Da schwellet die beklemmte Brust

Der unbewußten Sehnsucht Lied,

So kühn gewaltig zwingt das Lied

Die Trauer der beklemmten Brust,

In Lebensmut erstrebt sie Lust,

In Liebesflut sie Wolken zieht,

Und weckt in der beklemmten Brust

Der hohen Freiheit kühnes Lied.

Sein voller Klang

Das Herz durchdrang,

Das Lied sich schwang

In Liebesdrang.

Zu ihm, zu dem ich hin verlang,

Dort über die Berge mit der Lerche,

Ihm nach der Hymne zu singen dem Volk,

Dem von seinen Lippen sie sollte erklingen.



(* 04.04.1785, † 20.01.1859)




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