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Auff ihre haare


Laßt Berenicens haupt mit güldnen haaren prangen/

Schreib/ Conon/ wie du wilst/ sie in die sternen ein.

Leug/ leug/ Callimachus/ daß wann der tag vergangen

Sie dieser unter-welt statt einer lampe seyn.

Eur ruhm ist fabel-werck, und wär es auch geschehen/

Was wunder wär es denn ein rothes haar zu sehen?

Schaut, meine liebste führt kein feuer auff dem kopffe/

Dann dieses steht allein nur ihren augen an;

Ihr haar ist seid und flachs/ und ihrem lichten zopffe

Fehlt nichts/ als daß man ihn nicht recht beschreiben kan.

Wer wolte sich denn nun nicht willig lassen binden/

Wenn man die fässel kan in solchen stricken finden?



(* 27.03.1665, † 15.08.1729)




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