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An Sylvien


Was fluchst du/ Sylvia/ wenn meine schwartze hand

Um deinen busen spielet?

Sie war so weiß als du/ eh' sie der liebe brand/

Und deine macht gefühlet.

Flöstu das feuer nun in meine glieder ein/

So kan ja meine hand nicht schnee und marmel seyn.

Du sprichst: Sie hat hier nichts zu suchen und zu thun.

Gar recht; Es soll auch bleiben.

Sie suchet nichts als dich/ sie wünschet bloß zu ruhn

Und ihren schertz zu treiben.

Was ursach hast du dann, daß du dich so beklagst?

Da du doch diese gunst den flöhen nicht versagst.



(* 27.03.1665, † 15.08.1729)




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