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An Flavien, als sie kranck war


Man klaget/ Flavia! daß ich dir weh gethan/

Und redet öffentlich/ du werdest bald verscheiden/

Du selber zeigest es durch deine schwachheit an;

So dencke nun/ was ich muß in der seele leiden.

Ich komme/ liebes kind/ mir als ein teuffel für/

Und bin so mir als dir zu einem hencker worden.

Dann alle meine lust bestehet bloß in dir/

Und darumb kan ich dich nicht ohne mich ermorden.

O himmel! wende doch die schulden von mir ab/

Hilff meiner Flavia/ und lege mich ins grab!



(* 27.03.1665, † 15.08.1729)




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