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Aschermittwoch


Wirf den Schmuck, schönbusiges Weib, zur Seite,

Schlaf und Andacht teilen den Rest der Nacht nun;

Laß den Arm, der noch die Geliebte festhält,

Sinken, o Jüngling!

 

Nicht vermummt mehr schleiche die Liebe, nicht mehr

Tret′ im Takt ihr schwebender Fuß den Reigen,

Nicht verziehn mehr werde des leisen Wortes

Üppige Keckheit!

 

Mitternacht ankünden die Glocken, ziehn euch

Rasch vom Mund weg Küsse zugleich und Weinglas:

Spiel und Ernst trennt stets ein gewagter, kurzer,

Fester Entschluß nur.

 



(* 24.10.1796, † 05.12.1835)




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