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Sie wird mir einst begegnen, irgendwann


Sie wird mir einst begegnen, irgendwann,

Wie einem auf verdroßnen Wanderungen

Ein Lied einfällt, das er als Kind gesungen;

Seither sind Viele tot, und er ist Mann.

 

Und freut sich wie ein Kind, daß er′s noch kann;

Denn während er zur Klarheit sich gerungen,

Ist manche Saite in ihm abgesprungen ...

Sie wird mir einst begegnen – irgendwann

 

Und wird mich fragen nicht: Woher? Wohin?

Und wird in mich nicht drängen: Weile, raste!

Einer wie ich ist immer nur zu Gaste –

 

Und größer wird sie sein durch Demutsinn

Als jene, die wie Krämer Liebe geben:

Nur Zug um Zug und Leben gegen Leben.



(* 17.04.1881, † 03.04.1932)




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