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Crépuscule du matin


Die Nacht hindurch rang ich mit der Erinnerung

Die aufständisch am Tor des Denkens klopfte

Das knitterige Wrack vergangener Zeit entfaltete

Seine Ernüchterung; nun weine ich

Um Frieden, Kraft, die Lüge zu vergessen,

Die Hoffnung allzu lange wisperte. So suchte ich

Den Schlaf, der doch nicht kam. Die Nacht war

überladen

Mit alten Emotionen schweigend schluchtzend.

Ich hörte deine Stimme wieder, wusste das

was du versprachst, hat sich als bloße Prahlerei erwiesen.

Und Deine Hände eng an mir, die Nacht mit weitem Flügel

Schützt unsre Liebe in der Dunkelheit. Aus der Wiese

zittert ein plötzlich Vogelschrei gleich einem Stich.

In meinem Arm nichts als die Dämmerung.



(* 09.02.1874, † 12.05.1925)




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