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Eine Bitte


Es ruft mich aus der Herbstesnacht ein Ton,

Die Sterne flammen, Gärten leuchten weit –

Mein Schlaf ging fort, – und auf den Kissen breit

Zerrissen liegt der Kranz von dunklem Mohn ...

 

Wer weckt so früh mich? kommt der Morgen schon?

– Da trittst du her in einem Schattenkleid.

Dein Blick ist tief von einem heilgen Leid –

Du bist so licht, – kommst du von einem Thron?

 

Da ists, als ob ich Tränenworte höre:

?Sei mir nicht bös, daß ich dein Schlafen störe!

Petrus entriegelt mir kein Paradies –

 

Gib mir mein Herz! ich friere bei den Schatten, –

Denn irren muß ich auf den Totenmatten,

Weil ich mein Herz auf Erden bei dir ließ!" ...



(* 05.05.1849, † 13.04.1923)




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