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Einst und jetzt


Nur eine von jenen Nächten,

Nur eine gebt mir zurück!

Wie klopfte mein Herz beim sinkenden Tag

Entgegen dem winkenden Glück!

Sobald Orion, der leuchtende, glomm

Am Saum der Cypressenschlucht,

Glitt leicht auf plätschernden Wellen

Mein Boot in die Uferbucht.

 

Hernieder streckte der Oelbaum

Die Aeste mir über die Flut;

Aufflatterte scheu bei meinem Nahn

Der Hänfling von seiner Brut,

Und rasch von Zweigen zu Zweigen empor

Klomm ich im dunkelnden Grün,

Bis wo der Balkon hellblinkend

Durchs Blätterdickicht schien.

 

Ein Licht, am Gitter flimmernd,

Ein rauschendes Nachtgewand,

Und eine winkende Hand,

Von Locken umwallt eine weiße Gestalt,

Und ein Augenpaar, so tief, so klar -

O, als ich es leuchten sah,

Bleich schien mit allen Sternen

Des Südens Himmel mir da.

 

Doch weh! was wollen die Bilder

Aus Tagen, die längst entflohn?

Verwelkt die Blüten des Frühlings nun,

Behäuft mit Schnee der Balkon!

Der Winter schüttelt vor meiner Thür

Die eisigen Locken im Wind

Und deutet höhnend auf Wonnen,

Die lange begraben sind.



(* 02.08.1815, † 14.04.1894)




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