Nach oben

Winter


In den jungen Tagen

Hatt ich frischen Mut,

In der Sonne Strahlen

War ich stark und gut.

 

Liebe, Lebenswogen,

Sterne, Blumenlust!

Wie so stark die Sehnen!

Wie so voll die Brust!

 

Und es ist zerronnen,

Was ein Traum nur war;

Winter ist gekommen,

Bleichend mir das Haar.

 

Bin so alt geworden,

Alt und schwach und blind,

Ach! verweht das Leben,

Wie ein Nebelwind!



(* 30.01.1781, † 21.08.1838)




Bewertung:
3/5 bei 1 Stimmen

Kommentare

  • Noch kein Kommetar vorhanden!