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Die zwei Raben


Der Rabe fliegt zum Raben dort,

Der Rabe krächzt zu dem Raben das Wort:

Rabe, mein Rabe, wo finden wir

Heut unser Mahl? wer sorgte dafür?

 

Der Rabe dem Raben die Antwort schreit:

Ich weiß ein Mahl für uns bereit;

Unterm Unglücksbaum auf dem freien Feld

Liegt erschlagen ein guter Held.

 

Durch wen? weshalb? - Das weiß allein,

Der sah′s mit an, der Falke sein,

Und seine schwarze Stute zumal,

Auch seine Hausfrau, sein junges Gemahl.

 

Der Falke flog hinaus in den Wald;

Auf die Stute schwang der Feind sich bald;

Die Hausfrau harrt, die in Lust erbebt,

Deß nicht, der starb, nein, deß, der lebt.



(* 30.01.1781, † 21.08.1838)




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