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Am Teich


Ich kenne dich, du schwarzer Teich,

Genau weiß ich den Tag,

Als eine Todte still und bleich

An deinem Rande lag;

Und als der Pöbel scheu und stumm

Sich langsam nahte dir

Und abergläubig, feig und dumm

Bekreuzte sich vor ihr;

Als eine Hand den schönen Leib

Mit Haken an sich riß -

Der rohe Hauf′ das todte Weib

Ein gottverdammtes hieß. -

Das starre Antlitz hold und bleich,

Schaut′ ich so manche Nacht,

In schwarzen Stunden, schwarzer Teich,

Hab′ oft ich dein gedacht.



(* 06.03.1839, † 23.05.1901)




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