Durch eine ganze Nacht sich nahe seyn,

So Hand in Hand, so Arm im Arme weilen,

So viel empfinden ohne mitzutheilen -

Ist eine wonnevolle Pein!

 

So immer Seelenblick im Seelenblick

Auch den geheimsten Wunsch des Herzens sehen,

So wenig sprechen, und sich doch verstehen -

Ist hohes martervolles Glück!

 

Zum Lohn für die im Zwang verschwundne Zeit

Dann bey dem Morgenstrahl, warm, mit Entzücken

Sich Mund an Mund, und Herz an Herz sich drücken -

O dies ist – Engelseligkeit!


Das Gedicht "Der Morgenkuss nach einem Ball" stammt von   (1768 - 1839).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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