Es steht ein Baum im Garten,

von Pflaumen voll und schwer.

Die Kinder drunten warten

und lauschen ringsumher,

ob nicht der Wind ihn rüttelt

und all die Pflaumen schüttelt,

daß alle purzeln kreuz und quer.

Doch horcht, wie′s rauscht und rappelt!

Im Wald wacht auf der Wind.

Schon zischelt er und zappelt

und trappelt her geschwind

und wiegt und biegt die Äste,

daß schier in ihrem Neste

die Finken nimmer sicher sind.

 

Nun fällt ein Pflaumenregen,

der aber macht nicht naß.

Im Gras herumzufegen,

ist da der größte Spaß.

O Wind, o Wind, o rüttle,

o Wind, o Wind, o schüttle!

Wir grapsen ohne Unterlaß.


Das Gedicht "Pflaumenregen" stammt von   (1812 - 1879).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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