Als mich die Mama
Hänschen küssen sah,
Strafte sie mich ab.
Doch sie lachte ja,
Als ihr der Papa
Heut′ ein Mäulchen gab.
Warum lehrt sie mich:
Mädchen! mach′s wie ich?
Sieh, was andre sind.
Nun ich solches thu′,
Schmählt sie noch dazu:
Ach ich armes Kind!
Schwestern! sagt mir′s fein:
Ist mir, weil ich klein,
Noch kein Kuß vergönnt?
Seht! ich wachse schon,
Seit des Nachbars Sohn
Mich sein Schätzchen nennt.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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