Ein zartes Reh, das gar zu sicher ruht,

Erhascht ein Hund, der keinen Dickigt scheute.

Er beißt es an, leckt das vergoss′ne Blut,

Und küßt zugleich die angenehme Beute.

Da seufzt das Wild: Welch′ Mitleid rühret dich?

Du kömmst als Feind, und raubest mir das Leben,

Und mir willst du doch solche Küsse geben,

Als wäre dir kein Freund so lieb, als ich?

Ich bitte sehr, hör′ auf mit deinen Bissen;

Wo nicht, verschone mich mit Küssen.


Das Gedicht "Das Reh und der Hund" stammt von   (1708 - 1754).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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