O du, dem unter Narrheit, unter Witzen

Der Sehnsucht Zähren an der Wimper blitzen,

In Scherz und Schmerzen schwärmender Bacchant!

 

Der Kunstform unbarmherziger Vernichter!

Du Feuerwerker, der romanische Lichter,

Raketen aufwirft, Wasser, Koth und Sand!

 

O du, dem hart am überschwellten Busen

Ein Spötter wohnt, ein Plagegeist der Musen,

Der Todfeind des Erhab'nen, der Verstand!

 

Grabdichter, Jenseitsmensch, Schwindsuchtbesinger!

Herz voll von Liebe, sel'ger Freude Bringer

Im armen Hüttchen an des Lebens Strand!

 

Du Kind, du Greis, du Kauz, Hanswurst und Engel!

Durchsicht'ger Seraph, breiter Erdenbengel,

Im Himmel Bürger und im Bayerland!

 

Komm, laß an deine reiche Brust mich sinken,

Komm, laß uns weinen, laß uns lachen, trinken,

In Bier und Thränen mächtiger Kneipant!


Das Gedicht "Paul Fr. Richter" stammt von   (1807 - 1887).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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