Das war die alte Burschenschaft,

Die hoffte mit Ideen-Kraft

Und mit viel Trinken und Singen

Und festlichem Schlägerschwingen

Das ganze deutsche Vaterland,

Das schon so lang aus Rand und Band,

Unter Einen Hut zu bringen.

 

Was Corps hieß, war gestreng verdammt,

Weil es vom Sondergeiste stammt;

»Laßt Junker da stolziren,

Um Tand sich duelliren,

Indessen wir in edler Gluth

Alldeutschlands stolzen Zukunftshut

Eindünsten und prepariren!«

 

Die stolze Hoffnung war zu jäh,

Der Filz zu haarig, hart und zäh,

Er stach, er kratzte, brannte,

Die Mühe verlief im Sande,

Da kam ein alter Corpsbursch her

Und packt den Filz und walkt ihn sehr

Und brachte den Hut zu Stande.

 

»Nun, altes, schwarzrothgoldnes Haus,

Wie beugst du dieser Wahrheit aus?«

Ich wollte ihn necken und fangen;

Doch ließ er den Kopf nicht hangen,

Er sprach: »Ich nehm's nicht eben schwer,

Der Corpsbursch ist ja doch vorher

In die Burschenschaft noch gegangen.«


Das Gedicht "Burschenschaft und Corps" stammt von   (1807 - 1887).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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