Ich wünsche, dass dein Glück sich jeden Tag erneue,
Dass eine gute Tat dich jede Stund′ erfreue!

Und wenn nicht eine Tat, so doch ein gutes Wort,
Das selbst unsterblich wirkt zu guten Taten fort.

Und wenn kein Wort, doch ein Gedanke schön und wahr,
Der dir die Seele mach′ und rings die Schöpfung klar.

Nichts anders kann erfreun den Menschen und erheben,
Wie diese Zeugnisse von eignem höherm Leben.

Und was das Glück von Lohn ihm zu von außen spült,
Erfreut ihn nur, wenn er sich dessen würdig fühlt.


Das Gedicht "Ich wünsche, dass dein Glück…" stammt von   (1788 - 1866).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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