Ich wollte, daß ich schliefe

Mit euch in eurer Tiefe,

Weil ihr im Sonnenschein

Bei mir nicht könnet seyn.

 

Ich wollte, daß ich schliefe

Statt euer in der Tiefe,

Und ihr im Sonnenschein

Statt meiner könntet seyn.

 

Ihr könntet euch erfreuen

An Frühlings Grün- und Bläuen

Mehr als ich selbst es kann,

Seit euer Traum zerrann.

 

Es spielt ein froher Knabe

Auf seines Vaters Grabe;

Die Thräne selbst, die fließt,

Ist Lust die er genießt.

 

Mein Mädchen, und mein Knabe,

Ich könnt′ auf meinem Grabe

Euch froher spielen sehn,

Als über euerm stehn.

 


Das Gedicht "Ich wollte, daß ich schliefe" stammt von   (1788 - 1866).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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