Allewiger und unbegrenzter Äther!

Durchs Engste, wie durchs Weiteste Ergoßner!

Von keinem Ring des Daseins Ausgeschloßner!

Von jedem Hauch des Lebens still Durchwehter!

 

Des Unerforschten einziger Vertreter!

Sein erster und sein würdigster Entsproßner!

Von ihm allein in tiefster Ruh′ Umfloßner!

Dir gegenüber werd auch ich ein Beter!

 

Mein schweifend Auge, das dich gern umspannte,

Schließt sich vor dir in Ehrfurcht, eh′ es scheitert,

Denn nichts ermißt der Blick als seine Schranken.

 

So auch mein Geist vor Gott, denn er erkannte,

Daß er, umfaßt, sich nie so sehr erweitert,

Den Allumfasser wieder zu umranken.


Das Gedicht "An den Äther" stammt von   (1813 - 1863).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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