Sei stark, mein Herz! – Ertrage still
Der Seele tiefes Leid;
Denk, daß der Herr es also will,
Der fesselt und befreit!

Und traf dich seine Hand auch schwer,
In Demut nimm es an;
Er legt auf keine Schulter mehr,
Als sie ertragen kann.

Er weiß es, was das Beste ist,
Er weiß es, er allein!
Er weiß, daß du bekümmert bist,
Drum gib dich mutig drein.

Was nützt dein Jammern! Fasse Mut!
Still' deiner Tränen Lauf,
Sie stacheln nur des Schmerzes Glut
Zu hellern Flammen auf.

Und wenn du Trän' auf Träne häufst,
Und weinest Jahr um Jahr,
Es kommt die Zeit, wo du begreifst,
Daß alles Segnung war.


Das Gedicht "Ermutigung" stammt von   (1806 - 1871).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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