Eins möcht′ ich sein!

Auf deines Lebens dunkler Flut

Der Strahl, der zitternd auf ihr ruht

Vom Mondenschein!

Eins möche ich sein!

In deines Lebens Wüstensand

Der Born, an dessen Schattenrand

Du schlummerst ein!

 

Eins möcht′ ich sein!

Wenn alles dir entflieht wie Traum,

Das Blatt das dir am Lebensbaum

Noch grünt allein!

 

Eins möcht′ ich sein!

Wenn tote Stille dich umringt,

Das Vöglein, das dir Hoffnung singt

Ins Herz hinein!

 

O laß mich′s sein!

Im Jugendflor und grauen Haar

Laß eins mich bleiben immerdar:

Dein, ewig dein.


Das Gedicht "Eins möcht ich sein!" stammt von   (1806 - 1871).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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